Produktbeschreibung
Dingo 2 GE A3.3 PatSi
Plastikmodellbausatz im Maßstab 1:35 des Bundeswehr Dingo 2 GE A3.3 PatSi.
Über das Modell::
- Modellbausatz im Maßstab 1:32
- Hochdetailliertes Modell
- Länge: 175 mm
- Einzelteile: 238
- Detaillierte Oberflächen
- Türen können geöffnet- oder geschlossen dargestellt werden
- Detaillierte Waffenstation LW 200
- Wahlweise mit .50 cal MG oder 40mm Granatmaschinenwaffe
Historisches:
Der Dingo 2 GE A3.3 PatSi ist eine weiterentwickelte Ausführung des geschützten Allradfahrzeugs Dingo 2 und wurde speziell für Patrouillen-, Sicherungs- und Transportaufgaben der Bundeswehr konzipiert. Die Abkürzung „PatSi“ steht für Patrouillen- und Sicherungsfahrzeug. Seine Entwicklung ist eng mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr verbunden, bei denen ein wachsender Bedarf an beweglichen Fahrzeugen mit hohem Schutz gegen Minen, Sprengfallen und Beschuss entstand.
Die Geschichte der Dingo-Familie reicht bis in die 1990er-Jahre zurück. Der von Krauss-Maffei Wegmann – heute KNDS Deutschland – entwickelte Dingo 1 wurde ab dem Jahr 2000 bei der Bundeswehr eingeführt. Die positiven Erfahrungen aus den Einsätzen auf dem Balkan führten zur Entwicklung des größeren und leistungsfähigeren Dingo 2. Als Grundlage dient das geländegängige Fahrgestell des Mercedes-Benz Unimog U 5000, das eine höhere Nutzlast, verbesserte Mobilität und eine geräumigere Schutzzelle ermöglichte. Die ersten Dingo 2 in der PatSi-Ausführung wurden 2005 von der Bundeswehr beschafft. Aufgrund der zunehmend gefährlichen Einsatzlage in Afghanistan wurde die Auslieferung weiterer Fahrzeuge anschließend deutlich beschleunigt.
Das zentrale Merkmal des Dingo 2 ist sein umfassendes Schutzkonzept. Die gepanzerte Sicherheitszelle schützt die Besatzung vor Beschuss und Artilleriesplittern, während die Konstruktion des Fahrzeugbodens die Wirkung von Minen und improvisierten Sprengsätzen ableiten und abschwächen soll. Zusätzliche Sicherheit bieten geschützte Scheiben, eine ABC-Schutzbelüftung sowie Sitze und Innenausstattungen, die auf die besonderen Belastungen einer Explosion ausgelegt sind. Damit wurde der Dingo für zahlreiche Soldaten zu einem der wichtigsten geschützten Fahrzeuge während der deutschen Auslandseinsätze.
Die Ausführung GE A3.3 PatSi kam ab 2012 unter anderem in Afghanistan als Aufklärungs-, Patrouillen- und Sicherungsfahrzeug zum Einsatz. Ein auffälliges Erkennungsmerkmal ist das feste Hardtop über dem hinteren Stauraum, das die zuvor offene oder mit einer Plane versehene Ladefläche vollständig umschließt. Dadurch konnten Ausrüstung, Vorräte und persönliche Gegenstände der Besatzung besser vor Witterung, Staub und äußeren Einwirkungen geschützt werden. Auf dem Fahrzeugdach konnten außerdem moderne Kommunikationsanlagen und eine Satellitenantenne mitgeführt werden.
Zur Selbstverteidigung war die A3.3-Ausführung üblicherweise mit der fernbedienbaren Waffenstation FLW 200 ausgestattet. Sie konnte aus dem geschützten Innenraum bedient und je nach Auftrag unter anderem mit einem schweren Maschinengewehr oder einer Granatmaschinenwaffe bestückt werden. Kameras, Wärmebildtechnik und ein Laserentfernungsmesser ermöglichten die Beobachtung und Bekämpfung von Zielen bei Tag und Nacht, ohne dass sich der Schütze außerhalb der gepanzerten Sicherheitszelle aufhalten musste.
Mit seiner Kombination aus Geländegängigkeit, Reichweite, geschütztem Mannschaftsraum und moderner Kommunikations- und Waffentechnik wurde der Dingo 2 GE A3.3 PatSi zu einem charakteristischen Fahrzeug der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz. Er steht beispielhaft für den Wandel von weitgehend ungeschützten Militärfahrzeugen hin zu hochgeschützten, vielseitig einsetzbaren Radfahrzeugen, bei denen der Schutz der Besatzung im Mittelpunkt steht.